Black & White Törtchen

Mit dem heutigen Rezept nehme ich am Black & White Blogevent der Schokoladenfee Alex teil. Herzlichen Glückwunsch zum 5. Bloggeburtstag! 

http://schokoladenfee.net/black-and-white-event/

Einige wenige Kuchen bzw. Torten haben das Zeug, lang vergessene Kindheitserinnerungen wachzurufen. Bei mir ist das (unter anderem) ein Blechkuchen, den ich bisher nur bei den Bäckern in meiner alten Heimat, dem Wartburgkreis, gefunden habe. Das ‚Wiener Schnittchen‘. Ich sehe mich heute noch, wie ich mit meiner Oma als Kind beim Bäcker stehe und mir selbst etwas aussuchen darf. Bei den Gelegenheiten, an die ich mich noch erinnern kann, fiel meine Wahl auf genau diesen Kuchen.

Später lange Zeit in Vergessenheit geraten, hab ich ihn irgendwann auf einem Besuch in der Heimat wiederentdeckt. Und sofort war ich wieder 8 Jahre alt und war mit Oma einkaufen. Hach.

Mal eben nach einem Rezept suchen und den Kuchen in der Ferne selbst backen, verlief bisher immer erfolglos. Ich habe kein konkretes Rezept dazu auftreiben können. Ist dieser Kuchen wirklich so eine regionale Besonderheit?

Nun, eigentlich ist er ja ganz einfach gemacht – in der Theorie. Bisquitboden mit einer Marmeladenfüllung, obendrauf Buttercreme und ein Guss aus weißer Schokolade mit Kringeln aus Vollmilchschokolade. Soweit, so gut. Leider ist es mir bisher noch nie gelungen, ‚den‘ Geschmack einzufangen, der Erinnerungen weckt. Also, wenn jemand von euch weiterhelfen kann, ich bin da offen für eure Rezeptideen. 


Zum Black & White Törtchen wurde ich von diesem ‚Wiener Schnittchen‘ inspiriert.

Für den Bisquitboden (∅ 17 cm)
2 Eier
2 EL heißes Wasser
80 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 Pr. Salz
50 g Mehl
50 g Speisestärke
1 gestr. TL Backpulver

Die Eier werden getrennt und das Eiweiß mit 40 g Zucker schaumig geschlagen. Das Eigelb wird in einer zweiten Schüssel mit dem Wasser ebenfalls schaumig geschlagen und die restlichen 40 g Zucker, Vanillezucker und Salz werden untergerührt. Nun wird der Eischnee vorsichtig untergehoben, Mehl und Backpulver gemischt, gesiebt und ebenfalls vorsichtig unter die Masse gerührt.

Der Teig wird in eine Springform mit 17 cm Durchmesser gefüllt, deren Boden (und wirklich nur den Boden) man vorher gefettet hat. Fettet man auch den Rand der Springform, neigt der Tortenboden eher dazu, in der Mitte stark in die Höhe zu gehen und am Rand flacher zu bleiben. Das sieht natürlich später doof aus, denn man eine Torte daraus machen will.

Der Bisquitboden wird bei 175 °C für ca. 25 – 30 Minuten goldgelb gebacken. Nach dem Backen sollte er mind. 12 Stunden ruhen, damit man ihn gut halbieren kann. Das geht mit einem ganz frischen Boden nur schlecht.


Für die Füllung
ca. 100 g Gelee (z. B. aus Kirschen und/oder Johannisbeeren)

Im nächsten Schritt wird der Tortenboden halbiert und mit einer ca. 0,5 - 1 cm dicken Schicht aus einem säuerlichen Gelee gefüllt. Ich habe ein Kirsch-Johannisbeer-Gelee dafür genommen. Dieses wird etwas erwärmt, glatt gerührt und auf den Tortenboden gestrichen. Die obere Hälfte des Tortenbodens wird obendrauf gesetzt und das Ganze muss für mind. eine Stunde gekühlt werden, damit der Gelee wieder fest wird.

Für die Buttercreme
150 g Pudding (nach Anleitung zubereitet)
100 g Butter

Beide Zutaten müssen beim Verrühren Raumtemperatur haben. Gerührt wird so lange, bis eine glatte Creme entstanden ist. Mit dieser wird das Törtchen ringsherum eingestrichen und im Anschluss wieder gut gekühlt.

Für den Schokoguss
100 g weiße Kuvertüre
25 g Kokosfett
50 g Vollmilchkuvertüre

Die weiße Kuvertüre wird zusammen mit dem Kokosfett im Wasserbad geschmolzen. Hat man beides gut vermischt, sollte die Masse wieder auf Raumtemperatur abgekühlt werden, bevor sie auf dem Törtchen verteilt wird. Anschließend wird das Ganze mit der geschmolzenen Vollmilchkuvertüre verziert. 


Black & White Törtchen


Black & White Törtchen

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